Top-up-Police

Welche Möglichkeiten gibt es eine ergänzende Deckung zu erhalten, wenn die gewährten Kreditlimite von Ihrem Kreditversicherer (Erstversicherer) nicht mehr ausreichen?

Die meisten von Ihnen haben es schon erlebt, dass die Limitentscheidung eines Kreditversicherers nicht ausreichend ist oder die Limitanfrage komplett abgelehnt wird.

Es ist die Aufgabe eines Kreditversicherers, die Bonität Ihrer Kunden zu bewerten und Ihnen dementsprechend Limite einzuräumen. Bei mangelnder Bonität oder fehlenden Finanzunterlagen bleibt dem Kreditversicherer jedoch nichts anderes übrig, als eine Teilzeichnung durchzuführen.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, dass zwar die Bonität Ihres Abnehmers ausreichend ist, aber das Gesamtvolumen bei dem bestehenden Kreditversicherer ausgeschöpft ist. Die Zusatzlimite sind immer mit einer zusätzlichen Prämie gekoppelt und unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht.

Seit einigen Jahren bietet der Markt sogenannte „Top Up Cover-Policen“ an. Diese setzen auf die Entscheidungen Ihrer Kreditversicherung (Erstversicherer) auf und bieten Ihnen eine Zusatzdeckung (Top-up Deckung) an. Zudem besteht sogar in Einzelfällen die Möglichkeit, trotz einer gänzlichen Ablehnung Zusatzlimite zu vereinbaren.

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Die GfK analysiert für Ihr Haus die verschiedenen Handlungsoptionen für den Abschluss einer Kreditversicherung mit dem Ziel ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot vorzustellen.

Weitere Informationen zur
Top-up-Police

Speziell für nicht vollständig absicherbare Risiken bietet Euler Hermes mit Hilfe von Rückversicherern einen Extra-Schutz an, der Ihre Kreditversicherung ergänzt. Es handelt sich hierbei um eine „Inhouse-Lösung“, welche von Euler Hermes direkt angeboten wird. So kann auch ein „schwieriges“ Geschäft im besten Fall doch noch bis zu 100 % gedeckt werden.

Je nach Ausgangssituation bietet Ihnen Euler Hermes diesen zusätzlichen Schutz in zwei Varianten:

  • Euler Hermes CAP Versicherung
  • Euler Hermes CAP+ Versicherung

Die Euler Hermes CAP Versicherung ergänzt die Absicherung bei Geschäften, für die im Rahmen Ihres normalen Versicherungsschutzes bereits ein Kreditlimit besteht, dieses aber nicht ausreichend ist.

CAP ist eine sogenannte Top-Up-Deckung – also eine Ergänzung zu Ihrer bestehenden Kreditversicherung bei der Euler Hermes und ist auch nur in Verbindung mit dieser möglich.

Eine zusätzliche CAP-Deckung ist dann bis zur Höhe dieser reduzierten Versicherungssumme möglich; der Schutz kann somit maximal verdoppelt werden. Einschränkung: Der CAP-Anteil darf 2,5 Millionen Euro nicht überschreiten. Der separat zu schließende Vertrag kann die teilgezeichneten Limite verdoppeln. Die Konditionen sind mit 2 % standardisiert und daher immer nachvollziehbar.

Euler Hermes Cap+ Versicherung:

Im Rahmen der CAP+ Deckung können teilweise auch komplett abgelehnte Limite versichert werden; die maximale Limitzeichnung liegt allerdings bei 50.000 €. Die Limite werden auf Widerruf gewährt. Die Konditionen sind mit 6% standardisiert und daher immer nachvollziehbar.

Informationen zur
Coface

TOPLiner:

Das entsrechende Coface-Produkt nennt sich „Topliner“. Jeder Versicherungsnehmer eines Coface-Kreditversicherungsvertrags hat die Möglichkeit diese Zusatzdeckung zu nutzen. Genau wie bei Euler Hermes kann der Kunde den Versicherungsschutz online beantragen. Ebenso wie bei Euler Hermes handelt es sich um eine „Inhouse Lösung“, welche von der Coface direkt für Ihre Kunden angeboten wird.

Ein Coface TOPLiner Limit wird Ihnen nur für einen Zeitraum von 30, 60 oder maximal 90 Tagen angeboten. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss eine erneute Anfrage gestellt werden. Die Kosten können dann je nach Entwicklung der Bonität variieren.
Wesentlicher Unterschied zur CAP oder CAP+ Deckung von Euler Hermes ist, dass es sich hierbei um ein nicht streichbares Zusatzlimit handelt (außer im Insolvenzfall).

Der Preis der zusätzlichen Deckung basiert auf der Risikoanalyse der Coface sowie der zusätzlich gewünschten Deckungssumme und der Laufzeit der Zusatzdeckung. Die Kalkulation erfolgt individuell und ist nur online im Kreditportal der Coface möglich. Die Kreditprüfung der Coface hat hierauf keinen Einfluss.
TopLiner wird insbesondere von Unternehmen nachgefragt, die für sie wichtige Projekte komplett absichern wollen. Mit TopLiner erhalten Sie eine unkündbare Zusatzdeckung für Ihre Kunden weltweit. Sie treffen die Entscheidung und Sie nehmen die entscheidenden Anpassungen vor, um Ihren Vertrag und Ihr Risikomanagement zu ergänzen!

Sie wählen den zu versichernden Zusatzbetrag: von 5.000 Euro bis 5 Millionen Euro.

  • Sie legen die Anzahl der Tage fest, die Sie benötigen: zwischen 30 und 90 Tage.
  • Sie sehen sich die Zusagen und Kosten online im Cofanet an.
  • Sie bestätigen, wenn diese Deckung wirksam werden soll.

Atradius:

Atradius geht hier einen anderen Weg – der Versicherer lässt den Zusatzschutz unter dem Namen „CoverOnTop“ von seinem Partner Tokyo Marine Kiln bereitstellen.

Wesentlicher Unterschied zu Coface und Euler Hermes ist, dass hier nicht individuell ausgewählte Zusatzlimite beantragt werden können. Bei der Atradius wird das gesamte teilgezeichnete Portfolio über die Tokyo Marine Kiln abgedeckt.

Hierdurch entfällt eine Beantragung von einzelnen Limiten, es erfolgt ein Ankauf einer Gesamtkapazität pro Versicherungsjahr. Diese wird individuell anhand des tatsächlich benötigten Bedarfs (Differenz zwischen Teilentscheidung und Höhe des ursprünglich beantragten Kreditlimits) festgelegt. Es ist auch hier maximal eine Verdoppelung des Betrages der Teilentscheidung bis zur Höhe des ursprünglichen Limitantrages möglich.

Einzige Obliegenheit:
Es gibt eine Anbietungspflicht, d.h., die angekaufte Kapazität muss zur Absicherung sämtlicher Deckungslücken ausreichen und ggf. erhöht werden.

Ihre Vorteile mit unserer
GfK Top-up-Police

Alle vorgenannten Produkte haben ihre Vor- und Nachteile. Um die Mehrprämien für eine Top-up-Police möglichst gering zu halten, autark und flexibel zu sein bezüglich einer individuellen Kreditprüfung, haben wir als GfK bereits vor einigen Jahren für unsere Kunden eine eigene GfK Top-up-Police Lösung konzipiert, welche individuell und auch im Einzelfall angewandt werden kann.

Ihre Vorteile bei Inanspruchnahme unserer Top-up-Police auf einen Blick:

Die Deckungslücken werden nicht von dem bestehenden Kreditversicherer durch eine Zusatzprämie berechnet, sondern von einem Dritten, so dass hier daher eine andere Risikogewichtung und -klassifizierung erfolgt.
100%-ige Flexibilität, da dieses Produkt mit jedem Erstversicherer und mit einer flexiblen Laufzeit kombinierbar ist.
Separate und individuelle Prämienkalkulation, welche sehr häufig unter den Standarttarifen der „Inhouse-Lösungsanbieter“ liegt.
Exklusive GfK Lösung für Ihre Limitprobleme.

Kundenrezensionen

Weitere Leistungen der
Gesellschaft für Kreditversicherungsservice mbH

Häufig gestellte Fragen

Sobald der Versicherungsfall eingetreten ist (entweder der vorgezogene Versicherungsfall „Protracted Default“ oder der klassische Versicherungsfall der Zahlungsunfähigkeit, z.B. bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens) und Sie alle zur Schadenprüfung erforderlichen Unterlagen beim Versicherer eingereicht haben, erfolgt die Entschädigung i.d.R. innerhalb eines Monats.

Sie können Versicherungsschutz in der Regel entweder über die Selbstprüfung („unbenannte Versicherung“) herstellen oder durch einen Kreditlimit-Antrag beim Versicherer („benannte Versicherung“). Bezüglich der Selbstprüfung gibt es in machen Kreditversicherungsverträgen die sogenannte Blinddeckung, bei der automatisch Versicherungsschutz bis zu einer bestimmten Höhe besteht, wenn Ihnen nichts Negatives über Ihren Abnehmer bekannt ist. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeiten, Versicherungsschutz über eine Auskunft einer Wirtschaftsauskunftei oder über positive Zahlungserfahrungen herzustellen.

Dies hängt davon ab, wie die diesbezügliche Regelung in Ihrem Kreditversicherungsvertrag aussieht. Es gibt Verträge, bei denen der Versicherungsnehmer Ratenzahlungsvereinbarungen mit seinen Abnehmern treffen darf, ohne dies vorher mit dem Kreditversicherer abstimmen zu müssen. Viele Verträge sehen jedoch vor, dass man das Einverständnis des Versicherers im Vorfeld einholen muss.

In der Regel muss der Versicherungsnehmer seine Forderungen selbst zur Insolvenztabelle anmelden. Es gibt jedoch auch Versicherer, die dies ab einer bestimmten Forderungshöhe automatisch (und kostenfrei) übernehmen.

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Grundsätzlich ist es möglich, im Falle einer Insolvenzanfechtung eine Entschädigung aus der „normalen“ Warenkreditversicherung zu erhalten. Wichtig hierbei ist, den Versicherer zeitnah über die Anfechtung zu informieren. Der Versicherer prüft anschließend, ob für die durch die Anfechtung wiederauflebenden Forderungen Versicherungsschutz bestand. Oftmals ist es jedoch so, dass die Versicherungssumme, die für den insolventen Abnehmer bestand, bereits vollständig ausgeschöpft ist durch die offenen Forderungen zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung. In so einem Fall wäre eine spezielle Zusatzdeckung (mit einer zusätzlichen Versicherungssumme für Insolvenzanfechtungen) erforderlich, um eine Entschädigung für die durch die Anfechtung wiederauflebenden Forderungen erhalten zu können.

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